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Notar a.D. Dr. Peter Veit

Meine Arbeit

Der selbstständige Notar: Ein Wesen mit zwei Gesichtern

In meinem Beruf als selbstständiger Notar habe ich quasi "zwei Gesichter": Zunächst bin ich vom Staat bestellter Träger eines öffentlichen Amtes und nehme als solcher hoheitliche Aufgaben wahr. Die erstellten Urkunden genießen als "öffentliche Urkunden" besondere Beweiskraft. Die notarielle Urkunde kann sogar Vollstreckungstitel sein wie ein gerichtliches Urteil.

Notariat Dr. VeitGleichwohl bin ich Freiberufler und damit selbstständig tätig. Ich führe mein Büro in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung. Auswahl und Fortbildung der Mitarbeiter, Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten und überhaupt die Organisation eines reibungslosen Büroablaufs sind allein meine Aufgabe. Aus den eingehenden Gebühren muss ich meine Kosten selbst bestreiten.

Vom Amtsnotariat zum freiberuflichen Notariat

Anders war das bei den Amtsnotaren: Sie wurden als staatliche Beamte vom Land mit Personal und Sachmitteln ausgestattet und besoldet. Die Amtsnotariate wurden jedoch zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst.

Bereits im Jahr 2008 wurde ich zum selbstständigen Notar in Heidelberg ernannt. Möglich war dies aufgrund des ersten Schritts einer grundlegenden Notariatsreform. Übrigens: Zuvor war ich 17 Jahre lang im pfälzischen Notariat tätig, seit 1997 als freiberuflicher Notar in Pirmasens.

Die Notariatsreform in Baden- Württemberg  ist seit 2018 abgeschlossen. Nun besteht flächendeckend in ganz Baden ein freiberufliches Notariatssystem. Zum Januar 2018 wurden zahlreiche Kollegen - ausschließlich aus den aufgelösten staatlichen Notariaten - neu zu freiberuflichen Notaren ernannt. Hierunter befinden sich auch ehemalige württembergische Bezirksnotare.

Sie sind keine Volljuristen, verfügen also nicht über ein juristisches Studium mit anschließender Referendarzeit. Stattdessen haben eine Ausbildung an der früheren Notarakademie in Stuttgart absolviert.

Notare im Nebenberuf: Die Anwaltsnotare

In einigen Bundesländern, etwa in Hessen, sind auch noch Anwaltsnotare bestellt: Sie sind in ihrem Hauptberuf Rechtsanwälte und nur nebenberuflich als Notare tätig.

Gleiche Notarkosten überall

Übrigens: Die Notarkosten sind grundsätzlich überall gleich. Insbesondere besteht kein Unterschied, ob Sie einen Anwaltsnotar oder mich als selbstständigen Notar im Hauptberuf zurate ziehen.

Strenge Auslese durch die Justizverwaltung

Die Notare werden von der Justizverwaltung ernannt. Zum Notar darf grundsätzlich nur bestellt werden, wer ein juristisches Studium und den sich daran anschließenden Referendardienst erfolgreich abgeschlossen hat. Notar im Hauptberuf soll sogar nur werden, wer zusätzlich einen mindestens dreijährigen Anwärterdienst - im Büro eines erfahrenen Notars, bei einer Notarkammer oder beim Deutschen Notarinstitut - abgeleistet und sich damit weiter spezialisiert hat. Das unterscheidet den freiberuflichen Notar im Hauptberuf deutlich von den "Anwaltsnotaren". Chancen, in diesen Anwärterdienst überhaupt aufgenommen zu werden, haben nur die besten Kandidaten eines Jahrgangs.

Der Notar: Unparteiischer Betreuer aller Beteiligten

Im Gegensatz zum Rechtsanwalt bin ich als Notar nicht Vertreter einer Partei, sondern unabhängiger und unparteiischer Betreuer aller Beteiligten. Dabei fungiere ich häufig als Mittler zwischen den widerstreitenden Interessen beider Seiten.

Notariat Dr. VeitMeine Aufgaben im Einzelnen

Als Notar bin ich natürlich in erster Linie zuständig für Beurkundungen jeder Art sowie für die Beglaubigung von Unterschriften, Handzeichen und Abschriften. Ehe-, Erb- und Immobilienverträge müssen z.B. notariell beurkundet werden. Zu meinen gesetzlichen Aufgaben zählt weiter die Beurkundung von Gesellschafterbeschlüssen, die Vornahme von Verlosungen und die Aufnahme von Nachlassverzeichnissen - um einige Beispiele zu nennen. Zur Verwendung im Ausland besorge ich Ihnen gern die mitunter erforderliche Apostille.

Ich berate Sie aber auch beim Abschluss vieler nicht beurkundungspflichtiger Geschäfte: Denn als erfahrener Vertragsgestalter ist der Notar auch hier der Jurist der ersten Wahl. Beim Schlichtungs- und Schiedsgerichtshof Deutscher Notare in Berlin bin ich in die Schiedsrichterliste eingetragen.

Welcher Notar ist denn "zuständig"?

Als Notar nehme ich Beurkundungen grundsätzlich nur innerhalb meines Amtsbereichs vor. Das ist der gesamte Landgerichtsbezirk Heidelberg mit den Amtsgerichten Heidelberg, Wiesloch und Sinsheim. Wo Sie wohnen, wo die verkaufte Immobilie liegt oder wo Ihre Gesellschaft ihren Sitz hat, spielt jedoch überhaupt keine Rolle. Sie haben das Recht der freien Notarwahl.

Aufklärung des Sachverhalts - Umfassende Information der Beteiligten

Meine Aufgabe als Notar ist es zunächst, den Willen aller Beteiligten zu erfassen und den Sachverhalt in jeder Hinsicht zu klären. Dabei bin ich selbstverständlich auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte beantworten Sie daher meine Fragen auch dann, wenn Ihnen ein Punkt unwichtig erscheinen sollte. Nur so setzen Sie mich in die Lage, die "richtige" Urkunde für Sie zu erstellen. Wenn ich Sie nach den Beweggründen für einen bestimmten Wunsch frage, dann nicht aus Neugier an Ihren privaten Angelegenheiten, sondern um Sie sachgerecht beraten zu können. Was Sie mir beruflich anvertrauen, behalte ich für mich.

Als Notar werde ich mich bemühen, Sie und Ihren Vertragspartner über die rechtliche Tragweite Ihres Geschäfts umfassend zu informieren und Ihre Erklärungen klar und unzweideutig in der Urkunde festzuhalten. Dazu sollte auch gehören, dass alle Beteiligten vorab einen Entwurf der Urkunde erhalten; bitte räumen Sie mir dafür ein wenig Zeit ein.

Verbraucherschutz durch notarielle Beurkundung

Nicht immer treffen die Vertragspartner "auf Augenhöhe" aufeinander: Ich muss deshalb nach dem Gesetz darauf achten, dass ein unerfahrener oder ungewandter Beteiligter nicht benachteiligt wird. Damit erfüllt die notarielle Beurkundung auch eine wichtige Verbraucher schützende Funktion.